Den Faden nicht verlieren

…. Über die Parallelen von Schreiben und Stricken

Ich gestehe ich habe neben dem Schreiben und meinen Hunden eine weitere große Leidenschaft: Das Stricken! Stricken hat für mich etwas Meditatives – das leise Klappern der Nadeln, der feine Wollfaden der sich wie durch ein kleines Wunder in einen Pullover oder eine Socke verwandelt. Ich denke ich liebe die Tatsache, dass beim Stricken etwas entsteht, das angreifbar und verwendbar ist – anders als bei meinen Texte, die „nur“ am Papier stehen.

Wissen, Ausdauer und Geduld
Gestern sind mir bei Stricken meines neuen Pullis die Parallelen zwischen Stricken und Schreiben aufgefallen. Für beides braucht es ein Wissen, wie es geht. Es braucht einen Einfall und eine Struktur – beim Text sollte ich vorher wissen, was ich damit erreichen will. Beim Stricken weiß ich ob ich einen Socken oder eine Haube stricke. Danach richtet sich wie ich anfange und vorgehe. Für beides braucht es Geduld – ein Pulli ist nicht über Nacht gestrickt, es braucht einige Zeit bis er fertig ist. Genau wie bei größeren Textmengen. Neben Geduld braucht man bei größeren Schreib- und Strickprojekten auch Ausdauer. Sich immer wieder daran zu setzen, den Faden aufzugreifen und weiterzuarbeiten. Beim Text heißt es schwache Stellen so lange zu überarbeiten, bis sie stimmig sind. Manchmal kann man gar nicht mehr aufhören, ist in einem richtigen Flow und die Zeit verfliegt – ich kenne diesen Zustand beim Schreiben und beim Stricken.

Bei beiden steht man manchmal an, kommt nicht weiter. Dann ist es besser die Strickerei zur Seite zu legen oder jemand zu fragen, warum das Muster nicht so aussieht, wie es aussehen soll. Oder warum der Text sich nicht so flüssig liest, wie man sich das wünscht. Auf einmal war da eine Idee: Eine Schreib- und Strickgruppe, die sich regelmäßig trifft! Zum gemeinsamen Schreiben und Stricken!

Gemeinsam Schreiben und Stricken
Ich denke an ein monatliches Treffen in gemütlicher Runde mit Schreibübungen, Text-Feedback und dazwischen Zeit zum Plaudern und Stricken. Du brauchst kein Schreib- oder Strick-Profi sein. Strick-Anfängern helfe ich gerne weiter! Wer hat Lust und macht mit? Bitte einfach im Kommentar eintragen oder ein Mail schicken!

 

2 Antworten auf „Den Faden nicht verlieren“

  1. Darfs auch Häkeln sein? Nicht, dass ich das beherrschen würde, aber im Umgang mit nur einer Nadel bin ich geübter. Habe letzten Winter im tiefverschneiten Kärnten verbracht und – mithilfe einer Freundin – eine Haube gehäkelt.
    Liebe Grüße

    1. Liebe Frau Olsacher!
      Bitte entschuldigen Sie die mehr als späte Antwort. Aber die Technik wollte lange nicht so wie ich das wollte.
      Natürlich darf es auch häkeln sein. Wenn Sie noch immer Interesse haben, lassen Sie es mich bitte wissen. Ich bin noch immer auf der Suche nach dem richtigen Ort für die Schreibgruppe. Aber wenn ich weiß das es Interessenten gibt, nehmen die Pläne schneller Form an.
      Herzliche Grüße
      Michaela Muschitz

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