Die Höhen und Tiefen des Schreibens

Gestern habe ich die Druckfahnen meines dritten Krimis freigegeben. Ich war erleichtert zu sehen, dass die Geschichte nicht so schlecht ist, wie ich befürchtet habe. Das konnte ich aber erst jetzt mit einigen Wochen Abstand erkennen.

Als ich das Manuskript an den Verlag geschickt hatte, hatte ich eine Hochschaubahn der Gefühle hinter mir. Ich war hin und her gerissen vom Glücksgefühl endlich fertig zu sein und der Angst diesmal nur Schrott produziert zu haben. Der Druck, den ich mir diesmal beim Schreiben selbst gemacht habe, war enorm. Immerhin ist es die dritte Geschichte und ich halte Seminare in denen ich den Leuten beibringe, was sie über den Aufbau einer Geschichte wissen müssen. Doch genau dieses Wissen und meine Vermutung, dass meine Leser nun eine gewisse Erwartungshaltung an meinen Krimi haben, hat es mir so schwer gemacht locker drauf los zu schreiben. Dabei wäre genau das der richtige Weg gewesen.

Jetzt wo der Krimi das Lektorat überstanden hat und fertig gesetzt auf den Seiten auf die Druckerpresse wartet, habe ich nochmal genau hingesehen. Ich konnte meinem inneren Kritiker in die Schranken weisen und ihm zeigen, dass er nicht Recht hatte (zumindest in großen Teilen Unrecht hatte). Wahrscheinlich wird einigen der Krimi nicht gefallen, aber damit kann ich gut leben. Hauptsache er entspricht meinem Anspruch und verschafft meinen Lesern ein paar spannende Stunden. Mehr will ich gar nicht.

Jetzt heißt es also warten bis zum Erscheinungstermin Ende Oktober. Dann werde ich hoffentlich bald auch von meinen Lesern erfahren, wie Ihnen Tom Meixners dritter Fall gefallen hat.

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